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Dem Körper gefällt die Idee zu konsumieren- PEP bei Substanzgebrauch und Suchterkrankung

27. November, 10:00 - 17:00
€64
Berufsplattform Sozial: Titelbild für Dem Körper gefällt die Idee zu konsumieren- PEP bei Substanzgebrauch und Suchterkrankung

Online Livestream-Seminar mit Michael Bohne am Freitag, dem 27. November 2026, von 10:00 bis 17:00 Uhr.
Mit 10 Fortbildungspunkten.

Dem Körper gefällt die Idee zu konsumieren
PEP bei Substanzgebrauch und Suchterkrankung

Konsumthemen sind im Kern immer Ambivalenzthemen: Der Konsum einer bewusstseinsverändernden Substanz oder die Praktizierung potenziell süchtig machenden, riskanten oder schädigenden Verhaltens stellt für Betroffene meist eine Form der Selbstbehandlung dar – gegen etwas Belastendes, Ungeklärtes oder Leidvolles. Er soll eine innere Leere füllen oder dient der Belohnung und Entspannung.

Neben einer präzisen Auftragsklärung im Sinne de Shazers (Kunde, Klagender, Besucher) sind daher die Aktivierung von Selbstwirksamkeitserfahrungen und die Transformation unbewusster Dynamiken, etwa parafunktionaler Loyalitäten, zentrale Elemente in der Behandlung von Menschen mit Substanzgebrauchsthemen bzw. Suchterkrankung. Ferner gilt es, die „falsch positiven“, also appetitiven Emotionen zu reduzieren und die dahinterliegenden emotionalen, kognitiven und unbewussten Dynamiken gezielt anzugehen.
Zentral ist dabei die Anerkennung, dass der Konsum aus Sicht der Klient:innen ein Lösungsversuch ist. Diese Haltung reduziert Schamgefühle und Selbstvorwürfe auf Klient:innenseite erheblich. Die bisherigen Erfahrungen zeigen deutlich: Die konsequente Anwendung von PEP stellt eine große Bereicherung in der Behandlung von parafunktionalem Substanzgebrauch, Substanzgebrauchsstörungen oder Suchterkrankung dar. Klopfen allein reicht dabei jedoch meist nicht aus. Viele Psychotherapeut:innen scheuen die Arbeit mit suchtbetroffenen Menschen oder haben in diesem Feld frustrane Erfahrungen gemacht. Wird die Behandlung jedoch gewissermaßen gamifiziert, profitieren davon sowohl Klient:innen als auch Therapeut:innen. Es mag überraschend klingen, aber auch Suchttherapie darf, und sollte Spaß machen.

Es geht also um eine ernst gemeinte Gamifizierung von Psychotherapie: Leichtigkeit, Zuversicht und Humor sind mit an Bord. Darüber hinaus ist die Suche nach sinnstiftenden, erfüllenden, belohnenden, attraktiven und gegebenenfalls schadensminimierenden Strategien und Zielen wesentlicher Bestandteil der Arbeit.
Kernstück des Workshops sind zwei bis drei Live-Behandlungen. In diesem Tagesworkshop können die einzelnen PEP-Tools nicht dezidiert erklärt und schon gar nicht vermittelt werden – er stellt somit keine PEP-Fortbildung dar. Gezeigt werden soll jedoch, wie sich PEP bei derart komplexen Themen einsetzen lässt.

Dr. med. Michael Bohne, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist einer der bedeutendsten Vertreter der Klopftechniken in Deutschland. Er hat diese prozessorientiert weiterentwickelt, sowie mit psychodynamisch-hypno-systemischem Wissen kombiniert, woraus eine neue Interventionsarchitektur Namens PEP entstanden ist. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher über Auftrittsoptimierung, Klopftechniken und PEP. Gemeinsam mit Gunther Schmidt, Bernhard Trenkle und Matthias Ohler (Carl-Auer Akademie) hat er die Tagung „Reden reicht nicht!?“ ins Leben gerufen. Ferner wurden durch seine Initiierung und Unterstützung die weltweit ersten beiden fMRT Studien (Hirnforschung) zu den Klopftechniken und PEP an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt. Aktuell (2025) wurde eine klinische Wirksamkeits-Studie zu PEP bei mittelgradigen Depressionen abgeschlossen und ist gerade zur Veröffentlichung eingereicht. Weitere Studien zu PEP bei Depressionen, PEP bei chron. Schmerzen, PEP bei Medizinstudierenden und PEP und Hirnforschung sind in Planung, bzw. laufen gerade schon. Michael Bohne ist ferner Experte für Auftrittscoaching von klassischen Musiker:innen und Opernsänger:innen.

Veranstaltungsort

Veranstalter

Weitere Informationen

Beginndatum - Enddatum, Seminarzeiten
27.11.2026 10:00-17:00 Uhr
Gesamtdauer:
1, Tag(e)
Zielgruppe:
Psychologen, Psychotherapeuten, Interessierte Laien, Coaches