Der Bildungskalender im Sozialbereich:
Aus- und Weiterbildungen fĂŒr soziale, pĂ€dagogische, psychologische und therapeutische Berufe
Teilen Sie uns nach der Erstellung Ihres Kalendereintrages ĂŒber unser âïž Formular zur Hervorhebung mit, welchen Kalendereintrag Sie hervorheben möchten.
Erteilen Sie uns Ihren âïž Auftrag zur Hervorhebung
„Nicht ohne mein System“ – die Kraft des Widerstandes verstehen und nutzen – Ein phĂ€nomen- und prozessorientierter Ego-State-Ansatz

Kein Therapiestart ohne Auftrag und EinverstÀndnis des Gesamtsystems!
Mit dieser Haltung wird nicht nur die Gefahr der Reaktivierung frĂŒherer Ăbertragungsdynamiken eingedĂ€mmt, sondern auch die Wucht der gegenwĂ€rtigen Systemdynamik. Das gesamte System „Mit allem, was mich ausmacht“ in den therapeutischen Prozess miteinzubeziehen, zeugt von Respekt und WertschĂ€tzung gegenĂŒber diesem Menschen.
Diese Haltung ist zentrales Element in einem am PhĂ€nomen ausgerichteten und sich am Prozess orientierenden therapeutischen Ansatz. Mit dem EinverstĂ€ndnis des Gesamtsystems kann vergleichsweise zĂŒgig auf allen Systemebenen mit den PhĂ€nomenen, die sich im Prozess zeigen, an Teilzielen gearbeitet und die Not entsprechender Ich-ZustĂ€nde gewendet werden.
Scheinbar destruktiv wirkende Innenanteile können bei jedem Menschen und im gesamten Spektrum psychischer Beschwerden vorkommen. Besonders ausgeprĂ€gt sind sie im Bereich von frĂŒhkindlicher Traumatisierung und Bindungstraumatisierung anzutreffen. Sie stecken quasi fest in der Zeit, in der sie entstanden sind: um frĂŒhere Entwicklungsaufgaben zu meistern und im Fall von Trauma das damalige Ăberleben zu sichern. In der Gegenwart werden sie in der Regel immer dann aktiviert, wenn die bisherige KohĂ€renz des Systems bedroht wird.
Wenn Therapien stagnieren oder nicht gut laufen, sind es meist starke, bedrohlich wirkenden Innenanteile, die vorher nicht hinreichend gesehen und gewĂŒrdigt wurden. Sie gehören in der Regel nicht zu den Beliebtesten, weder bei den TherapeutInnen noch bei dem erwachsenen Ich-Zustand der KlientIn und werden gerne ausgeblendet. Dabei sind sie von zentraler Bedeutung und haben bis heute eine wichtige Funktion im System, die verstanden und gewĂŒrdigt werden will.
Ihnen mit einer allparteilichen Willkommenshaltung zu begegnen, ist zentrales Element und bildet die Basis einer am Potential ausgerichteten und sich am PhÀnomen orientierenden Prozessbegleitung. Ebenso ist es wichtig, sie in jedem Moment und jeder weiteren anstehenden Intervention im Prozessgeschehen miteinzubeziehen.
Die Inhalte im Einzelnen:
- Auftrag und EinverstÀndnis auf allen Systemebenen
- Direkte und indirekte Kontaktaufnahme mit Innenanteilen
- Kontaktaufnahme mit starken Anteilen
- Zentrale Fragetechniken und Formulierungen fĂŒr das Gesamtsystem
- Essentielle hypnosystemische Ăbungen fĂŒr bedĂŒrftige Innenanteile
- Homebase / Workspace
Mit theoretischem Input, praktischen Ăbungen und Live-Demos.
Anke Nottelmann ist Diplom Psychologin, Heilpraktikerin fĂŒr Psychotherapie und Supervisorin (DGSF). Nach klinischer TĂ€tigkeit arbeitet sie seit ĂŒber 30 Jahren in eigener Praxis. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist, Menschen, die an komplexen Traumafolgen und dissoziativen PhĂ€nomenen leiden, in ihren Entwicklungsprozessen zu einem guten Leben zu begleiten. Sie ist Lehrreferentin fĂŒr Systemische Traumatherapie unter anderem am Institut fĂŒr Systemische und Familientherapie in Essen. Ăber ihr eigenes Trauma-Institut am Park bietet sie Fortbildungen rund um den Bereich Trauma und Klopfen an. Sie ist Referentin auf zahlreichen Kongressen und Autorin.
Basierend auf der tiefenpsychologisch fundierten humanistischen Psychotherapie und einer systemischen Haltung und Sichtweise verfolgt sie einen potentialorientierten psychotherapeutischen Ansatz (Potentialorientierte Therapie, PITT, Ego-State-Arbeit, Konzept der Strukturellen Dissoziation, Körpertherapie, kognitiv-behaviorale AnsÀtze, hypno-imaginative Verfahren, EMDR, PEPŸ, Triadische Systemik u.a.). Das Teile-Konzept hat darin einen zentralen Stellenwert. Konsequent an individuellen Lösungen und Potentialentwicklung orientiert, ist ihr eine Herzensangelegenheit wirksame innovative Methoden in bewÀhrte Konzepte der Traumatherapie zu integrieren. In ihrem Konzept der Potentialorientierten Traumatherapie sind wertschÀtzender Humor, Freude und Leichtigkeit essentielle Begleiter.
Wegweisende Lehrerinnen und Lehrer waren Wolf BĂŒntig, Luise Reddemann, Phyllis Kristal, Ellert Nijenhuis, Helga MatheĂ, Michaela Huber, Suzette Boon, Michael Bohne, Gabriela von Witzleben und andere.
Schnellsuche fĂŒr Seminare