Es ist ein schmerzhafter Widerspruch:
Menschen, die mit Empathie, Respekt und Beziehungsarbeit werben, schaffen es nicht, diese Werte im eigenen Kollegium zu leben.
Da wird abgewertet, ignoriert, intrigiert.
Da heißt es: „Die muss das doch aushalten können.“ Oder: „Der ist halt so.“
Und viel zu oft: „Das war schon immer so.“
Das Problem dabei:
Wenn das Team zum Stressfaktor wird, kippt der ganze Laden.
Denn soziale Arbeit funktioniert nicht ohne gegenseitige Unterstützung, ohne offene Kommunikation, ohne ehrliche Fehlerkultur.
Ein schlechtes Team ist mehr als ein unangenehmes Klima – es ist ein Risiko für Fachlichkeit, für Gesundheit und für Klient:innen.
Warum es so schwer ist, es besser zu machen
Vielleicht, weil wir so sehr darauf fokussiert sind, für andere da zu sein, dass wir verlernen, uns gegenseitig ernst zu nehmen.
Vielleicht, weil hohe Belastung, Zeitdruck und strukturelle Unterversorgung jedes Zwischenmenschliche auf ein Minimum schrumpfen.
Oder weil Konflikte nicht gelernt, sondern ausgesessen werden.
Aber vielleicht auch, weil es zu wenig Räume gibt, in denen offene Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung und konstruktive Kritik aktiv eingeübt werden.
Was es braucht
- Teamsupervision, die nicht nur auf dem Papier steht
- Führung, die Beziehung gestaltet – nicht nur Prozesse verwaltet
- Ein Arbeitsklima, in dem Unsicherheit und Fragen erlaubt sind
- Mut, anzusprechen, wenn Verhalten nicht zur Haltung passt
- Verbindliche Teamwerte – und Konsequenzen, wenn sie verletzt werden
Ein gutes Team ist kein Zufall. Es ist Arbeit. Und Verantwortung.
Gerade in einem Feld, das den Anspruch hat, Beziehung zu gestalten.
Denn wenn wir nicht mal untereinander respektvoll und ehrlich sein können – wie sollen wir es dann für andere sein?
Und Sie? Kennen Sie auch die Spannungen im Team? Den Widerspruch zwischen Anspruch und Realität?
Schreiben Sie uns. Diskutieren Sie mit.
Tatort Soziale Arbeit lebt von Ihren Einblicken – und der Hoffnung, dass es auch anders geht.
