Bildungskalender für soziale, pädagogische und therapeutische Berufe

Hier finden Sie Ausbildungen und Weiterbildungen für Mitarbeiter*innen und Teams im Sozialbereich sowie in pädagogischen und therapeutischen Berufsbereichen

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Zertifikatskurs Kinderschutzfachkraft

20. Mai, 08:00 - 17:00

€179
Zertifikatskurs Kinderschutzfachkraft
Blended Learning Format
Gefördert durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration
Die Weiterbildung zur Kinderschutzfachkraft (insoweit erfahrene Fachkraft) umfasst die Vermittlung rechtlicher, verfahrensbezogener und fachlicher Grundlagen zur Ausgestaltung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung insbesondere im Hinblick auf die gesetzlichen Anforderungen für die Umsetzung der §§ 8a und 8b SGB VIII und 4 KKG (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz).

     INCLUSIVE: ADD ON – E-Learningmodule zu den Themen

  • „Risikofaktor psychische Erkrankungen von Elternteilen“ mit Gastvorträgen von Prof Dr. Sabine Wagenblass(Hochschule Bremen)  und
  • „Kinderschutz braucht Datenschutz“ mit Prof. Dr. Radewagen (Hochschule Osnabrück)

     Erweiterungen:

  • zum Themenkomplex Traumata durch Vernachlässigung und Misshandlung und deren Auswirkungen und Folgen für die frühkindliche Bindung
  • Intensive Praxiseinheiten zur Übung und fachlichen Vertiefung
  • Supervision zur Fallbesprechung und Reflexion einrichtungsinterner struktureller Aufgaben im KinderschutzZielgruppe/ZugangDer Zertifikatskurs richtet sich vor allem an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei öffentlichen und freien Trägern in der Jugendhilfe, die Aufgaben im Zusammenhang mit der konkreten Ausgestaltung des Beratungsauftrages bei Kindeswohlgefährdung als „insoweit erfahrene Fachkraft“ (iseF) gemäß den Bestimmungen der §§ 8a, 8b SGB VIII und § 4 KKG übernehmen werden.

     

    Dazu gehören z. B. Fachkräfte,

    • die im Jugendamt als Ansprechpartner/innen für Freie Träger (z. B. Fachberater/innen) zur Verfügung stehen
    • die im Jugendamt oder bei einem freien Träger im Auftrag des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe die Beratung nach § 8b (1) SGB VIII und § 4 KKG gewährleisten
    • die bei einem freien oder öffentlichen Träger mit trägerinternen Umsetzungen zum Kinderschutz befasst sind
    • die als „insoweit erfahrene Fachkraft“ nach § 8a, Abs. 4 (2) SGB VIII zur Gefährdungseinschätzung bei einem freien Träger bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung hinzugezogen werden
    • die in Projekten der Frühen Hilfen im Rahmen der Beratung und Prävention aktiv sind

    Fachkräfte aus dem Arbeitsbereich Schule (Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen, UBUS-Schulamt) werden nicht durch das HMSI als Zielgruppe gefördert.

     

    Zugangsvoraussetzung

    Fachkräfte, die an dieser Weiterbildung teilnehmen möchten, bringen

    1. einen pädagogischen / psychologischen (Fach-)Hochschulabschluss (B.A., M.A., Diplom) sowie 
    2. eine mindestens dreijährige Berufs- und Praxiserfahrung in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Familien mit.Zusätzlich erforderlich sind:
    3. Erfahrungen mit Fällen von Kindeswohlgefährdung,
    4. Institutswissen (Kenntnis des Spektrums möglicher Hilfen in der Kinder- und Jugendhilfe) und
    5. Erfahrung in der Fachberatung von Einzelpersonen und/oder Gruppen. Der Nachweis einer qualifizierenden Fort- oder Weiterbildung in Gesprächsführung, idealerweise einer Berater*innenweiterbildung bildet die Grundlage für eine Tätigkeit in der Beratung im Kinderschutz.
    6. Die Bereitstellung eines Fallbeispiels aus der eigenen Kinderschutzarbeit für die Praxisaufgabe.
    7. Bitte weisen Sie per Bescheinigung des Arbeitgebers nach, dass ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis (gem. der Bestimmungen nach §72a SGB VIII) für Sie vorliegt.
    8. Wir bitten Sie, bei Anmeldung diese Kriterien kurz im Bewerbungsbogen zu erörtern sowie künftige Einsatzgebiete als insoweit erfahrene Fachkraft darzulegen

Inhalte

Modul 1 (2 Tage) 16 Std. – Selbstorganisiertes Lernen auf der Lernplattform

Schwerpunkte

  • Gesetzliche Rahmenbedingungen für den Kinderschutz
  • Die Rolle und Aufgabe einer „insoweit erfahrenen Fachkraft“ als Akteurin im Kinderschutz

Zugang zu den weiteren Modulen anhand digitaler Lernkontrollen zu den gesetzlichen Grundlagen für den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung in den relevanten Beratungskontexten und den strukturellen Bedingungen.

Die erfolgreiche selbständige Bearbeitung der Lerninhalte qualifiziert zur weitergehenden Teilnahme am Modul 2. Der Lernerfolg ist auf der Lernplattform nachvollziehbar.

Modul 2 (2 Tage) 16 Std.

Schwerpunkte:

  • Fallverstehen im familiengerichtlichen Verfahren
  • Fachliche Aspekte: Kindeswohlgefährdung – Erscheinungsformen & Risikofaktoren für deren Genesis
  • Gefährdungseinschätzung von Kindeswohlgefährdung Teil 1
Modul 3 (2 Tage) 16 Std. 

Schwerpunkte: 

  • Gefährdungseinschätzung von Kindeswohlgefährdung Teil 2 & Beratungsmethodik für die Stärkung von Fachteams zum kooperativen Einbeziehen von Eltern/ Kindern/ Jugendlichen in die Gefährdungseinschätzung  und Schutzplangestaltung
  • Fachliche Aspekte: praktische Übungen für das Führen von Beratungsgesprächen in der Rolle der insoweit erfahrenen Fachkraft, Chancen und Grenzen der Schutzplangestaltung

Zwischen den Modulen (min. 20 Std.)

  • Begleitende Peertandemarbeit (Online oder Präsenz) an den Praxisfällen zur multiperspektivischen Analyse der rechtlichen Verortung, Gefährdungseinschätzung und Beratungsmethodik (iseF und Fachkraftsicht) – Unterstützung auf der Plattform im digitalen Forum.
  • Vertiefungswissen durch digitale Add-on Lerneinheiten
Modul 4 (2 Tage á 8h)

Abschluss der Weiterbildung

Schwerpunkte:

  • Wissenstransfer: Nachweis rechtlicher und fachlicher Qualifikationen als insoweit erfahrene Fachkraft / Kinderschutzfachkraft
  • Colloquium: Schriftliche Praxisaufgabe präsentieren

Ziele/Nutzen

Sie verfügen nach der Weiterbildung über

  • umfassende Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen des Kinderschutzes und der Verfahren nach §§ 8a, 8b (1) SGB VIII und § 4 KKG
  • Klarheit über die Funktion, Aufgaben und Rolle der insoweit erfahrenen Fachkraft im Kinderschutz
  • Fachkenntnisse zur Gefährdungseinschätzung und Risikoabwägung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
  • Fallverständnis und Klarheit im Beratungsprozess
  • ein Zertifikat zur Kinderschutzfachkraft nach Abgabe einer Fallarbeit und dem erfolgreichen Abschluss des Colloquiums
  • Checkliste für Ihre Eigenevaluation und Weiterqualifizierung

Ihr Weiterbildungsteam:

PETRA HOFMANN (Weiterbildungsleitung, Supervisionsangebot, Colloquium)

ANNETT KRAMER (Fachreferentin, Lerngruppenleitung, Colloquium)

MARGARETE UDOLF (Fachreferentin zu den Themen Trauma & Bindung)

Weitere Fachreferent*innen aus Justiz und Forensik:

  • Heidi Fendler/Dorit Sell (Familienrichter*innen am Amtsgericht Frankfurt)
  • Prof. Dr. med. Marco Baz Bartels (Oberarzt der Medinischen Kinderschutzambulanz, Universitätsklinikum Frankfurt)

 

Veranstaltungsort

Frankfurter Diakonissenhaus
Cronstettenstr. 57
60322 Frankfurt a.M., Hessen 60322 Deutschland
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Telefon:
069 - 271 343200
Website des Veranstaltungsortes

Veranstalter

Kompetenzzentrum Traumapädagogik Kinderschutz systemisch
Telefon:
6659-9879505 oder 01523-3660693
E-Mail:
willkommen@kompetenz-trauma-kinderschutz.de
Website des Veranstalters

Weitere Informationen

Datum Beginn - Ende:
20.05.2022-23.09.2022
Dauer:
4, Modul(e)
Zielgruppe:
Der Zertifikatskurs richtet sich vor allem an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei öffentlichen und freien Trägern in der Jugendhilfe, die Aufgaben im Zusammenhang mit der konkreten Ausgestaltung des Beratungsauftrages bei Kindeswohlgefährdung als „insoweit erfahrene Fachkraft" (iseF) gemäß den Bestimmungen der §§ 8a, 8b SGB VIII und § 4 KKG übernehmen werden. Dazu gehören z. B. Fachkräfte, die im Jugendamt als Ansprechpartner/innen für Freie Träger (z. B. Fachberater/innen) zur Verfügung stehen die im Jugendamt oder bei einem freien Träger im Auftrag des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe die Beratung nach § 8b (1) SGB VIII und § 4 KKG gewährleisten die bei einem freien oder öffentlichen Träger mit trägerinternen Umsetzungen zum Kinderschutz befasst sind die als „insoweit erfahrene Fachkraft“ nach § 8a, Abs. 4 (2) SGB VIII zur Gefährdungseinschätzung bei einem freien Träger bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung hinzugezogen werden die in Projekten der Frühen Hilfen im Rahmen der Beratung und Prävention aktiv sind Fachkräfte aus dem Arbeitsbereich Schule (Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen, UBUS-Schulamt) werden nicht durch das HMSI als Zielgruppe gefördert.